Was ist Curling?

rinkfoto.jpg (51041 Byte)Curling ist ein Eissport für Fitness und Geschicklichkeit,
der weltweit von weit über einer Million Menschen ausgeübt wird. Ob als Ausgleichssport oder im Leistungsbereich bis hin zu Weltmeisterschaft und Olympiade. Es macht sowohl JuniorInnen ab ca. 12 Jahren als auch SeniorInnen bis 70 und älter riesigen Spaß.

Man kann über Jahre hinweg seine Spieltechnik perfektionieren, doch auch schon vom ersten Tag an kann man gute Steine spielen und viel Spaß mit Curling haben, auf und neben dem Eis!

Als Leistungssport betrieben ist ausgereifte Technik, Athletik und eine gute Taktik nötig, um die gegnerische Mannschaft zu besiegen.

 

DAS SPIELFELD: Eine Curling-Spielbahn (Rink) mißt ca. 42.5 m x 4.3 m. Im Gegensatz zum Eishockey bzw. Eiskunstlauf wird Curlingeis sehr aufwendig und gewissenhaft aufgebaut, um die Oberfläche so eben und so fein wie nur irgend möglich zu machen. Vor jedem Spiel werden auf das Rink mit einer Art Gießkanne kleine Wassertropfen aufgesprüht. Die gefrorenen Wassertropfen, der sogenannte "Pebble", ermöglicht ein beinahe widerstandsfreies Gleiten der Steine.

 

stones(1).gif (6624 Byte)DIE CURLINGSTEINE: Nur sehr wenige Granitarten auf der Welt sind als Rohmaterial geeignet. Die Anforderungen an die Belastbarkeit sind enorm hoch, wenn die ca. 18 kg schweren Steine mit großer Wucht aufeinanderprallen. Kleinste Größen- oder Gewichtsunterschiede wirken sich dramatisch auf die Laufeigenschaften eines Steines aus. Ein Hohlschliff ermöglicht das widerstandsarme Gleiten auf dem Pebble, die Griffe ("Handles") sind heutzutage aus Kunststoff gefertigt und ermöglichen ein exaktes Spielen der Steine.

 

wischer.jpg (46743 Byte)BESEN: Ursprünglich wurden Steine "gewischt", um - auf zugefrorenen Seen oder gefluteten Wiesen - den Laufweg von Schnee und Schmutzpartikeln zu säubern. Es stellte sich jedoch heraus, daß man mit kraftvollem, energischem Wischeinsatz die Laufstrecke verlängern und die Krümmung des Laufweges (verursacht durch die Drehung des Steines) abschwächen konnte.

 

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DAS CURLINGTEAM: Vier Mitspieler bilden eine Mannschaft. Jeder von ihnen spielt zwei Steine. Die Bezeichnungen für die einzelnen (festen) Positionen innerhalb des Teams lauten Lead, Second, Third oder Vizeskip und Skip. Der Skip als Mannschaftsführer bestimmt Taktik und Strategie und zeigt seinen Mitspielern an, was sie zu tun haben.

 

sheetofice2.gif (8091 Byte)DAS SPIEL: Ein Curling-Match läuft folgendermaßen ab:

Alternierend (Lead A 1.Stein; Lead B 1.Stein; Lead A 2.Stein; Lead B 2.Stein; Second A 1.Stein; usw...) spielen alle Mitspieler beider Teams ihre zwei Steine. Nun wird auch klar, warum es ein Nachteil ist, den allerersten Stein spielen zu müssen: der Gegner hat "den Letzten", auf den nicht mehr reagiert werden kann.

Das Team, das einen Durchgang (End) für sich entscheiden konnte, muß das folgende End beginnen.Der Verlierer des Ends besitzt das Recht des letzten Steines.

Ein End mit insgesamt 16 gespielten Steinen, dauert 15 Minuten. Die Anzahl der gespielten Ends variiert: bei (Freizeit-)Turnieren sind acht Ends üblich, während bei Meisterschaften und Titelkämpfen normalerweise zehn Ends (plus Zusatzend bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit) zu absolvieren sind.

 

ZIEL DES SPIELS: Pro End punktet jeweils nur das Team, das einen seiner Steine näher am Mittelpunkt liegen hat als der Gegner. Alle Steine dieses Teams, die näher zur Mitte liegen als der beste Stein des Gegners, werden "geschrieben". Man kann also in einem End bis zu acht Punkte sammeln (was sehr selten ist). Sieger des Spiels ist, wer in der Addition aller geschriebenen Steine die Nase vorne hat.